Geschichte des Vereins

1958 schon wurden die ersten zarten Pflänzchen des heutigen FFCK e.V. gesetzt. Von Kappenabenden und Tanzveranstaltungen bis zu großen mehrstündigen Fremdensitzungen reichte das Jahr für Jahr wachsende Fastnachtsprogramm, das die Theaterabteilung der Kolpingsfamilie Fulda einer rasch ansteigenden Zahl von Mitgliedern und Gästen im alten Kolpinghaus in der Florengasse anbot.

Närrische 11 Jahre später – im Herbst 1969 – gab man sich den Namen FFCK – Fuldaer Fastnachts-Club Kolping. Die Vereinsfarben Lila und Grün wurden kreiert, ein Emblem und damit auch ein Hausorden geschaffen.

Am 24. Januar 1970 war es dann soweit. Im neuen Kolpinghaus stellte sich der Club in einer großen Narrensitzung erstmals unter seinem neuen Namen der Öffentlichkeit vor. Der Ball der Narren und zum erstenmal ein Kehraus-Lumpenfest folgten.

Spätestens aber am Rosenmontag erfuhren die Fuldaer Narren: „Der Nachwuchs ist da.“ Damit und mit seinen Veranstaltungen reihte sich der FFCK schon bald in die Schar der Fuldaer Randstaaten ein. Die Aktivitäten des FFCK beschränkten sich aber nicht nur auf die fünfte Jahreszeit.

Von 1970 bis 1973 wurden nach und nach Veranstaltungen während des Jahres ins Programm genommen, die heute noch teilweise Tradition haben. Dazu zählen Damen- und Herren-Wanderungen, ein Sommerfest, Wanderungen in den Mai, Familienwanderungen an Palmsonntag oder Sommerfahrten, Nikolaus- oder Adventfeiern für die ganze Familie werden auch schon seit 1973 durchgeführt.

In der großen Narrensitzung am 06. Februar 1971 gab es Premiere für die Vergabe des FFCK-Hausordens und ein eigenes Damenballett, aus dem sich später die FFCK-Tanzgarde entwickelte, und der Narrenrat des FFCK führt seine überdimensionalen neuen Mützen in den Vereinsfarben vor.

Selbstverständlich war der FFCK beim Rosenmontagszug wieder dabei. Diesmal wagte er sich an ein politisches Thema, die Gebietsreform unter dem Motto „Fulda schluckt alle“. Überhaupt sollten die politischen Motivwagen bis heute zu einem Markenzeichen des FFCK werden. Von kommunalen bis zu „Bundes“-Themen wurden beispielsweise auf die Schippe genommen: Reformen wie die Justiz-, Schul und Rentenreform, die Wahlen oder Skandale wie Flick, Umwelt oder Reaktorunfall.

1972 bereicherten erstmals die Damen des FFCK mit einem Tanz die Narrensitzung, die in den folgenden Jahren als „Hopsaliesen“ ebenso zum festen Bestandteil der FFCK-Fastnachtsveranstaltungen wurden wie ihr männliches Gegenstück, die „Killergirls“, die bereits seit 1966 traditionell auftraten.

Am 25. Februar 1973 begann der FFCK mit „seinem“ Kinderfest, das noch heute zu seinen beliebtesten Veranstaltungen zählt.

Am 11.11.1973 wurde auch beim FFCK die Eröffnung der Kampagne zur festen Einrichtung. Am „Abend der Narren“, der Fremdensitzung des FFCK 1974 zeigte sich die FFCK-Tanzgarde im neuen Gardekostüm, natürlich lila/grün und führte auch zum erstenmal einen eigenen Showtanz auf. Eine „Weiberfastnacht“ wurde neu ins jährliche Programm genommen.

1976 bot der FFCK den Senioren erstmals eine eigene Nachmittagsveranstaltung. Auf dem FFCK-Kinderfest gab eine eigene Kindertanzgruppe ihr Debut, somit hatte die Nachwuchsarbeit begonnen.

1980 gesellten sich zur Kinder- oder Juniorentanzgarde die Jüngsten des FFCK mit einer Tanzdarbietung beim Kinderfest.

1981 erhielt die Juniorentanzgarde ihr FFCK-Gardekostüm und eiferte der FFCK-Tanzgarde nach. Am 27. März 1984 beschließt der FFCK seine Selbständigkeit und die Gründung eines eigenen Geselligkeitsvereins. Er gibt sich eine Satzung und wird am 12. Juli 1984 als Geselligkeitsverein FFCK e.V. ins Vereinsregister eingetragen.

Der erste „Abend der Narren“ des neuen Vereins am 01. Februar 1985, steht unter dem Motto „Mit voller Fahrt voraus“, der Motivwagen am Rosenmontag heisst „Vom Flick-enteppich gestürzt?“

1987 erweitert der FFCK e. V. noch mal seine Gruppen durch eine Männergarde.

Am 29. März 1988 wird die Bedeutung der Initialen „FFCK“ neu festgelegt. Sie bedeuten jetzt „Fuldaer Freizeit- und Carneval-Klub e.V.“. Im November wurde auch das Vereinsemblem in Verbindung mit dem Stadtwappen neugestaltet. Im Jahre 1990 beging der FFCK e.V. sein 20-jähriges Jubiläum.

Seit 1991 führt die närrische Horden des FFCK ein fürstlicher Hofmarschall, stets begeleitet von zwei Adjutanten, durch die fünfte Jahreszeit. Zuvor wurde der FFCK 20 Jahre lang „präsidial“ närrisch regiert und war damit unter den Fuldaer Randstaaten – wie sich die Fastnachtsvereine Fuldas selbst nennen – eine Ausnahme.

Ein besonderes Geschenk bereitet sich der FFCK zu seinem 25-jährigen Vereinsjubiläum selbst: Seit 1995 werden die Garden durch einen Musikzug verstärkt, der ihnen mit viel Schwung und Rhythmus gekonnt „den Marsch bläst“. Aber auch außerhalb der Kampagne repräsentiert der Musikzug den Verein mit seinem schon traditionellen Schlossgarten-Garten-Konzert an der Flora-Vase. 1999 feiert die Garde des FFCK ihr 25-jähriges bestehen.

Zusätzlich zu seinem schon umfangreichen Programm nimmt der FFCK im Jahre 2001 auf vielfachen Wunsch eine zusätzliche Abendveranstaltung ins Programm, eine „Fremdensitzung“ in der Kultrurscheune in Eichenzell. In der Kampagne 2002 feierten die „Hopsaliesen“ ihr 30-jähriges Jubiläun.

In 2003 erfolgt eine weitere Ausweitung der Veranstaltungen, zusammen mit den Randstaaten der Innenstadt – der Brunnenzeche, dem Nord-, Ost- und Südend und dem Türkenbund – wird am Fastnachtssamstag unter dem Motto „Brääder nie“ ein großes Kostümfest veranstaltet.

3 x 11 Jahre FFCK so lautete in der Kampagne 2003 das Motto des FFCK e.V. und feierte somit sein 33-jähriges Bestehen.

© Fuldaer Freizeit- und Carneval-Klub (FFCK) e.V.